Fruchtsäurepeeling

Fakten zum Fruchtsäurepeeling

  • Arten von Peelings:Fruchtsäurepeels von 10 – 70%, TCA, Jessner, Salicyl
  • Behandlungsablauf:Auftragen einer chemischen Säure auf die Behandlungsareale mit kurzer Einwirkzeit
  • Behandlungsdauer:60 Minuten
  • Gesellschaftsfähig:bei oberflächlichen Peels sofort, bei stärkeren Säurepeels Ausfallzeit von bis zu 10 Tagen
  • Behandlungszyklus:1 – 6 Sitzungen
  • Ergebnis sichtbar:nach 1 – 2 Monaten
  • Kosten pro Sitzung:ab 150 Euro

Peeling (s), auch „Schälkuren“ genannt, werden zur Verfeinerung und Glättung der Haut eingesetzt. Anders als die Peelings für den Hausgebrauch, sind die dermakosmetischen Peelings von ihren Inhaltsstoffen her weitaus konzentrierter und in ihrem Ergebnis deutlich wirksamer.

Peelings gehören zu den nicht-invasiven Behandlungsmethoden und werden sowohl zur Verbesserung der Hautstruktur als auch zur Verjüngung des Hautbildes eingesetzt. Mithilfe der vielen zur Verfügung stehenden Peelings können abgestorbene Hautzellen und oberflächliche Verkrustungen abgetragen, die Talgproduktion verringert, Hautunreinheiten effektiv behandelt und Pigmentstörungen, sonnenbedingte Hautschäden, Falten oder Aknenarben reduziert werden.

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen bei unsachgemäßer Anwendung (z. B. Verätzungen, Narbenbildung, Pigmentverschiebungen) sollten professionelle Peelings NUR von einem Arzt oder einer qualifizierten Fachkosmetikerin durchgeführt werden.

Welche Peelings gibt es?

In der dermatologischen Kosmetik wird zwischen mechanischen, chemischen und Laser-Peelings unterschieden, die in jeweils unterschiedlicher Stärke und Tiefe in die Haut eindringen und für eine Entfernung der oberflächlichen Hautschichten sorgen.

Die Dermabrasion und die Mikrodermabrasion gehören zu den mechanischen Peeling-Verfahren, die mittels eines speziellen Schleifinstruments den gewünschte Effekt erzielen.

Bei chemischen Peelings kommen verschiedene Säure und Säurekombinationen (z. B. Fruchtsäure, Glykolsäure, TCA, Salicylsäure, Aellas®) zum Einsatz, durch die oberflächliche Hautschichten effektiv abgelöst werden können. Je nach Stärke bzw. Aggressivität der verwendeten Säure wird zwischen oberflächlichen, mitteltiefen und tiefen Peelings unterschieden.

Beim Laser-Peeling wird die oberflächliche Hautschicht ganz schonend Schicht für Schicht mithilfe eines Laserlichts spezifischer Wellenlänge abgetragen.

Wie wirken chemische Peelings?

Wie wirken chemische Peelings?

Chemische Peelings werden auf die Haut aufgetragen und dringen je nach verwendeter Substanz unterschiedlich tief in die oberen Hautschichten ein. Dort entfalten die Inhaltsstoffe ihre Wirkung und tragen dazu bei, dass sich alte Hornschichten und abgestorbene Hautzellen ablösen.

Bei diesem Vorgang werden auch Schadstoffe von der Hautoberfläche entfernt und der natürliche Regenerationsprozess der Haut sowie ihre Kollagenbildung stimuliert. Je stärker und tiefer das Peeling, umso größer ist auch der gewünschte Effekt. In der Regel reichen 3 bis 6 Behandlungen in einem Abstand von ca. 4 Wochen aus, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Das Hautbild verfeinert sich im Verlauf der Therapie sichtbar, die Haut wird straffer und das gesamte Erscheinungsbild optisch verjüngt. Eine gesunde Haut mit einem strahlenden Teint sind das Ergebnis.

Chemische Peelings erfordern allerdings eine gewisse Vorbereitungsphase. Um die Haut optimal auf das professionelle Peeling vorzubereiten, werden dem Patienten spezielle Säurepräparate vom behandelnden Arzt verschrieben. Diese müssen 2 Wochen vor der Behandlung regelmäßig zuhause auf das Behandlungsareal aufgetragen werden.

Peeling - Wie läuft die Behandlung ab?

Vor der Behandlung

Vor der Behandlung wird jeder Patient in einem 15 bis 30-minütigen Beratungsgespräch über alle Therapieoptionen sowie mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Der „Ist-Zustand“ wird anhand von Fotos dokumentiert und die therapeutischen Ziele für jeden Patienten individuell festgelegt.

Da Peelings eine gewisse Vorbereitungsphase erfordern, wird der Patient im Beratungsgespräch eingehen instruiert und bekommt vom behandelnden Arzt ein niedrig dosiertes Säurepräparat verschrieben, das zuhause auf das Behandlungsareal aufgetragen wird. Dadurch kann die Haut an das Säurepräparat gewöhnt, eine Verdünnung der Hornzellenschicht im Vorfeld erzielt und die Effektivität der anschließenden Behandlung maximiert werden. Bei der Anwendung der verschriebenen Säurepräparate ist den Anweisungen des Arztes unbedingt Folge zu leisten.

Am Tag der Behandlung sollte das Behandlungsareal weder rasiert noch mit Pflegeprodukten (z. B. Cremes, After-Shave etc.) behandelt werden. Wird die Behandlung im Gesicht durchgeführt, sollte der Patient wenn möglich ungeschminkt zur Sitzung erscheinen.

Wann darf eine Peeling-Behandlung NICHT durchgeführt werden?

  • Bei stärkeren Hautinfektionen (z. B. Herpesinfektionen) im Behandlungsareal
  • Bei Wunden und/oder starken Hautreizungen im Behandlungsareal (z. B. bei einem Sonnenbrand, nach einer Laserbehandlung)
  • Unmittelbar nach ästhetischen Operationen oder anderen chirurgischen Eingriffen im Behandlungsareal
  • Bei der Einnahme von Vitamin A-Säure-Derivaten (z. B. Roaccutan), da sie die Wundheilung beeinträchtigen können

Während der Behandlung

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und dauert je nach Befund ca. 60 bis 90 Minuten.

Mit einer speziellen Lotion wird die Haut im Behandlungsareal gereinigt und das geeignete Peeling dem Hauttyp sowie Hautzustand entsprechend gewählt.

Nachdem das Peeling aufgetragen wurde, muss es für kurze Zeit einwirken. Die Einwirkzeit variiert je nach gewähltem Präparat und gewünschtem Effekt. Anschließend wird die Säure mithilfe einer Lösung neutralisiert und mit Wasser wieder abgewaschen.

Während der Behandlung kann besonders bei stärkeren Peelings ein brennendes Gefühl auf der Haut auftreten, das mit kühlenden Umschlägen gelindert wird.

Nach leichten, oberflächlichen Peelings folgt eine professionelle Ausreinigung der Haut. Anschließend werden dermatokosmetische Wirkstoffkonzentrate (Seren) einmassiert und zur Beruhigung der Haut noch eine auf individuell auf den Hauttyp und Hautzustand abgestimmte Maske aufgetragen.

Nach der Behandlung

Direkt nach der Behandlung kann der Patient die Praxis wieder verlassen.

Bei sehr empfindlicher und/oder gereizter Haut können unmittelbar nach der Behandlung Rötungen und/oder Schwellungen auftreten, die mit Camouflage oder Puder abgedeckt werden dürfen. Bei tiefen Peelings muss der Patient auch mit Ausfallzeiten rechnen.

Nach einigen Stunden oder Tagen beginnt sich die Haut zu schälen. Bei großflächigen und tiefen Behandlungen kann es auch zu nässenden Hautstellen und/oder einer Krustenbildung kommen, die innerhalb weniger Tage wieder von selbst abheilen.

In den ersten Tagen nach der Behandlung sollte auf hautreizende Cremes und/oder Seren (z. B . Aknesalben, Fruchtsäure-Cremes, Anti-Aging-Präparate etc.) verzichtet werden bis die Begleiterscheinungen (Rötungen, Schwellungen, Krusten) abgeklungen sind.

Sind weitere Behandlungen vorgesehen sollte mit der Vorbereitungsphase und den verschriebenen Säurepräparaten erst wieder begonnen werden, wenn sich die Haut beruhigt hat.

Da die richtige Nachsorge in Form einer geeigneten Hautpflege zum Behandlungserfolg sowie Therapieerhalt maßgeblich beiträgt, wird in Absprache mit dem behandelnden Arzt ein individuelles Pflegekonzept (z. B. Cosmeuticals) erstellt, das ganz auf den Patienten und seinen Hautzustand zugeschnitten ist und auch zuhause umgesetzt werden kann.

Was ist nach der Peeling-Behandlung zu beachten?

  • Kein Sport und/oder Saunabesuche am Behandlungstag
  • Keine hautreizenden Cremes und/oder Seren (z. B. Aknesalben, Anti-Aging-Präparate, Fruchtsäurecremes etc.) in den folgenden Tagen auf das Behandlungsareal auftragen
  • Keine Rasur im Behandlungsareal solange die Haut noch gereizt ist
  • Keine Solarienbesuche in den nächsten Wochen
  • Konsequenter Lichtschutz in Form von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30 +) für die folgenden Wochen
  • Bei starken, tiefen Peelings kann es zu Ausfallzeiten kommen
  • Bei Folgebehandlungen erst wieder mit den Säurepräparaten zur Vorbereitung beginnen, wenn sich die Haut beruhigt hat

Mögliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen nach der Behandlung

  • Brennen im Behandlungsareal
  • Schwellungen und Rötungen im Behandlungsareal
  • Sehr selten kommt es zu nässenden Wunden und/oder einer Krustenbildung
  • Sehr selten treten Wundinfektionen auf
  • Extrem selten kommt es zu einer Narbenbildung
  • Verätzungen bei unsachgemäßer Anwendung

Wann sollte die Behandlung wiederholt werden?

Eine Therapie mittels Peelings wird in der Regel in einem Behandlungszyklus von ca. 3 bis 6 Sitzungen durchgeführt, die in Abständen von jeweils 4 Wochen erfolgen. Je nach Befund kann aber auch eine wöchentliche Behandlung zu Therapiebeginn sinnvoll sein.

Während des gesamten Behandlungsverlaufs werden die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf vom behandelnden Arzt begutachtet. Ist der Behandlungszyklus abgeschlossen, wird über das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Patienten und der Fachkosmetikerin entschieden.

Ergebnis der Peeling Behandlung

Das Ergebnis des Peelings ist schon unmittelbar nach der ersten Behandlung in einem sichtbar srafferen Hautbild zu erkennen. Mit jeder weiteren Sitzung und fortstreitendem Heilungsprozess wird dieser Effekt maximiert.

Nach erfolgreicher Therapie sind störende Makel wie Unebenheiten, Fältchen, Pigmentflecken und Narben verschwunden oder zumindest deutlich reduziert. Die gesunde, zarte und straffe Haut sorgt für eine optische Verjüngung und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden der Patienten bei.

Ihr Experte

Claudia RothDr. Nina BunertDr. Said HiltonDr. Anna da Mota
4.7 von 5 Sterne (442 Stimmen)
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| Bewertung von jameda