UV-Schutz

Sonnenschutz verhindert Lichtschäden

Dass eine intensive und langjährige UV-Belastung die Haut schädigt, sie vorzeitig altern lässt und das Hautkrebsrisiko deutlich erhöht, ist dank zahlreicher Aufklärungskampagnen den meisten Menschen heute bewusst. Wie sich solche Hautschädigungen aber vermeiden lassen bzw. wie man sich richtig schützt, darüber scheint nach wie vor noch Aufklärungsbedarf zu bestehen.

Neben regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen ist auch der optimale Lichtschutz als prophylaktische Maßnahme von großer Bedeutung, da eine starke Sonnenexposition und schwere Sonnenbrände als hoher Risikofaktor für eine spätere Hautkrebserkrankung gelten. Geeignete Maßnahmen können helfen, dieses Risiko deutlich zu mindern.

Wie lichtempfindlich jemand ist und welche prophylaktischen Maßnahmen getroffen werden müssen, hängt in erster Linie vom individuellen Hauttyp ab. So sind Menschen mit heller Haut, blauen Augen und blonden bzw. roten Haaren deutlich lichtempfindlicher als Menschen mit dunkler Haut, braunen Augen und schwarzen Haaren.

Anhand des persönlichen Hautbildes kann ein Dermatologe den Hauttyp bestimmen und die geeigneten Lichtschutz-Maßnahmen empfehlen.

 

Uv Schutz Illustration

Allgemeine Lichtschutztipps

  • Zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden und im Schatten aufhalten
  • Schützende, sonnengerechte Kleidung tragen (z. B. Hut bzw. Mütze mit Schirm und Nackenschutz, dichtgewebte T-Shirts und Hemden, lange Hosen, oben geschlossenes Schuhwerk)
  • Unter einem Sonnenschirm sonnen
  • Auch im Schatten Sonnenschutz auftragen
  • Wasserfesten Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (30+) verwenden
  • Besonders bei Kindern auf konsequenten Lichtschutz und sonnengerechte Kleidung achten

Sonnencremes

Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor (30+) sollten vor jedem Sonnenbad dick und gleichmäßig aufgetragen werden. Anders als häufig angenommen wird, verhindert der hohe Lichtschutzfaktor aber nicht die Entstehung von Sonnenbränden, sondern verlängert nur die Zeit, in der man sich ohne Verbrennungen in der Sonne aufhalten kann.

Beträgt die individuelle Eigenschutzzeit der Haut ohne Lichtschutzcreme beispielsweise 20 Minuten, verlängert sich diese Zeit bei einem Lichtschutzfaktor von 10 genau um diesen Faktor. Das heißt, dass die Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor multipliziert wird und für dieses Beispiel eine Sonnenschutzzeit von 200 Minuten (20 * 10) ergeben würde. Sind diese 200 Minuten erreicht, kann die Sonnenschutzzeit auch durch Nachcremen NICHT weiter verlängert werden.

Solarium:

Anders als häufig angenommen wird, stellt das Solarium keine geeignete bzw. gesündere Alternative zur natürlichen Sonnenbestrahlung dar. Auch wenn bei der künstlichen Sonne der Anteil der schädlichen UV-B-Strahlen geringer ist, so werden die Strahlen in starker Dosis eingesetzt, um die Besonnungszeit zu verkürzen. Deshalb erhöhen regelmäßige Solarienbesuche ebenso das Risiko an Hautkrebs zu erkranken wie die natürliche Sonneneinwirkung.

Der grundsätzlich höhere Anteil an UV-A-Strahlen bei Solarien dringt zudem in die tiefer liegenden Hautschichten ein und begünstigt den Alterungsprozess. Die Elastizität nimmt ab und die Haut erschlafft zunehmend.

Als „Vorbereitung“ der Haut auf den Urlaub in der Sonne ist das Solarium auch NICHT geeignet, da es weder die Lichtempfindlichkeit der Haut mindert noch dabei hilft schützende Lichtschwielen aufzubauen. Die Verwendung eines hohen Lichtschutzfaktors zu Urlaubsbeginn ist dem vermeintlichen „Vorbräunen“ deshalb unbedingt vorzuziehen.

Selbstbräuner:

Eine gute Alternative zu Sonnenbädern und Solarienbesuchen bieten die sogenannten Selbstbräuner. Die meisten Selbstbräuner erfordern zwar ein wenig Geschick in der Anwendung, da sie schnell fleckig wirken und/oder zu einem orangefarbenen Teint führen können, dafür sind sie aber völlig unbedenklich.

Bräunungsduschen und Airbrush-Tannings liegen deshalb auch zurzeit voll im Trend, da sie eine nahtlose Bräune ermöglichen OHNE die Haut der gefährlichen UV-Strahlung auszusetzen.

Doch Vorsicht: Selbstbräuner erhöhen NICHT die Eigenschutzzeit der Haut und schützen damit auch NICHT vor der Sonneneinwirkung.

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| Bewertung von jameda