Oberlidstraffung

Fakten zur Oberlidstraffung

  • OP-Dauer:1 Stunde
  • Narkose:lokale Betäubung
  • Klinikaufenthalt:nicht erforderlich
  • Kosten:ab 2400 Euro
  • Nachbehandlung:Kühlung
  • Fadenzug:nach 6 Tagen
  • Gesellschaftsfähig:nach 1 – 2 Wochen
  • Sport:nach 2 Wochen

Kleiner kosmetischer Eingriff

Die Augen sind ein wichtiger Bestandteil der zwischenmenschlichen Kommunikation. Ein frischer, dynamischer Blick erzielt immer eine positive Wirkung beim Gegenüber. Durch Schlupflider werden die Augen jedoch optisch verkleinert, der Blick getrübt und ein müder, erschöpfter Ausdruck sind das Resultat.
Dieser kosmetische Makel nagt häufig am Selbstbewusstsein und schränkt das Wohlbefinden der Betroffenen erheblich ein.

Mithilfe eines kleinen chirurgischen Eingriffs können die Augen wieder optisch geöffnet und zum Strahlen gebracht werden. Auch Patienten, deren Gesichtsfeld durch die Schlupflider stark eingeschränkt ist, profitieren von einer Lidkorrektur.

Die risikoarme Oberlidstraffung gehört sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu den am häufigsten durchgeführten operativen kosmetischen Eingriffen.

Schlupflider

Was sind Schlupflider?

Ist das Oberlid bei geöffnetem Auge aufgrund der überschüssigen Haut gar nicht mehr oder nur noch teilweise sichtbar, wird allgemein von Schlupflidern gesprochen.

In manchen Fällen kann der Liddeckel sogar vollständig unter dem Hautüberschuss verschwinden und das Gesichtsfeld erheblich einschränkt werden. Oft zeigt sich auch an beiden Augen eine unterschiedlich starke Ausprägung der Schlupflider, wodurch der Gesichtsausdruck asymmetrisch wirken kann.

Entstehung von Schlupflidern

Schlupflider entstehen, wenn die Bindegewebsspannung nachlässt, der Augenringmuskel ermüdet und mit ihm auch die Lidhaut erschlafft. Die Augenbraue senkt sich, drückt das Lid nach unten und es treten kleine Fettpolster hervor.

Ursachen für Schlupflider

  1. Der altersbedingte Verlust der Spannkraft ist einer der Hauptgründe für das Auftreten von Schlupflidern. Die sensible und dünne Haut der Augenpartie ist wegen ihrer geringen Anzahl an Talgdrüsen meist sehr trocken und besonders früh dem Alterungsprozess unterworfen.
  2. Daneben spielt auch die genetische Veranlagung bei der Entstehung von Schlupflidern eine wichtige Rolle, so dass selbst jüngere Menschen schon davon betroffen sein können.
  3. Neben der altersbedingten Erschlaffung der Haut und der jeweiligen genetischen Veranlagung begünstigen sowohl Umwelteinflüsse als auch ungesunde Lebensgewohnheiten wie dauerhafter Schlafmangel, Stress, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum die Entstehung von Schlupflidern.

Behandlung von Schlupflidern

Spezielle Cremes, Massagen und gezielte Schminktricks versprechen Abhilfe, doch lindern sie die Beschwerden oft nur kurzfristig und führen in der Regel nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Die erschlaffte und überschüssige Haut lässt sich weder dauerhaft wegmassieren noch wegschminken.

Schlupflider lassen sich in den meisten Fällen nur durch eine Lidstraffung wieder in die gewünschte Form bringen und damit effektiv sowie nachhaltig korrigieren.

Oberlidstraffung – Wer trägt die Kosten?

Da es sich bei Schlupflidern in der Regel um ein rein kosmetisches Problem handelt, gehört die Lidkorrektur zu den klassischen Selbstzahlerleistungen. Liegt jedoch eine ausgeprägte Einschränkung des Gesichtsfeldes und damit eine medizinische Indikation vor, werden die Kosten der Lidkorrektur auch von den Krankenkassen getragen.

Die Oberlidstraffung – ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung

Vor der Operation

Vor der Operation wird der Patient in einem 30 bis 45-minütigen Beratungsgespräch über alle Therapieoptionen sowie mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Der „Ist-Zustand“ wird anhand von Fotos dokumentiert und die operativen Ziele festgelegt. Ein natürliches Ergebnis hat dabei immer oberste Priorität.

Was ist vor der Operation zu beachten?

• 2 Wochen vor der Operation dürfen keine blutverdünnenden Medikamente wie
beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin), Marcumar, Plavix etc. eingenommen werden
• Kortison-Spritzen sind in diesem Zeitraum ebenfalls zu vermeiden
• 8 bis10 kleine Kühlpads sollten zuhause im Gefrierfach (nicht im Kühlschrank) bereitliegen
• 1 bis 2 Wochen vor der Operation sollte auch das Rauchen eingestellt werden

Wann sollte von einer Oberlidstraffung abgesehen werden?

• Bei bekannten Allergien gegen lokale Betäubungsmittel
• Bei Hautinfektionen im Behandlungsareal

Wann muss individuell entschieden werden, ob eine Lidkorrektur durchgeführt werden kann?

• Bei der Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten wie beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) Marcumar oder Plavix, da sie das Risiko von Nachblutungen und Blutergüssen erhöhen
• Bei Gerinnungsstörungen, die ebenfalls das Risiko von Nachblutungen und Blutergüssen erhöhen
• Bei leichten Entzündungen (z. B. Akne) im Behandlungsareal
• Bei bestimmten Augenerkrankungen

Die Operation

Was ist am Behandlungs-Tag vor der Operation zu beachten?

• Ungeschminkt und in bequemer Kleidung zur Operation erscheinen
• Eine große Sonnenbrille mitbringen
• Der Patient muss nicht nüchtern erscheinen, da die Operation unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Es darf also vorher normal gefrühstückt werden
• Nach der Operation bleibt der Patient zur Überwachung noch ca. zwei Stunden in der Praxis

• Schmerzmittel werden dem Patienten für zuhause mitgegeben, auch wenn nach einem solchen Eingriff in der Regel nicht mit Schmerzen zu rechnen ist

Die Behandlung – Oberlidstraffung

Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert je nach Befund ca. 60 bis 120 Minuten . Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich, da die Operation problemlos unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Dadurch entfallen auch mögliche Narkoserisiken.

Um das Oberlid zu straffen wird bei der Operation ein kleiner Hautstreifen mit dem darunter liegenden Muskelgewebe entfernt. Je nach Befund ist auch die Entfernung der kleinen Fettkissen im inneren Augenwinkel notwendig.

Schnittführung und Narbe

Der Wundverschluss erfolgt mittels sehr feiner, durch die Haut geführter und nach außen hin (un)sichtbarer Nähte. Damit die Operationsnarbe gar nicht oder nur minimal sichtbar ist, wird sie exakt in die Lidumschlagsfalte gelegt. Besteht beim Patienten ein stark ausgeprägter Hautüberschuss, lässt der Operateur die Narbe in den seitlichen Lidfältchen (Krähenfüßen) auslaufen. Nach der Operation wird ein Druckverband angelegt.

Mithilfe einer Oberlidstraffung können Schlupflider zuverlässig beseitigt werden.

Da das Schnittmuster im Sitzen angezeichnet wird, ist auch die häufig von Patienten geäußerte Sorge, dass sich das Auge nach dem Eingriff nicht mehr schließen lässt, unbegründet.

Die Augenform und Funktion bleiben unverändert erhalten. Strahlende Augen sowie ein natürlicher und frischer Gesichtsausdruck sind das Ergebnis einer gelungenen Lidkorrektur.

Nach der Operation

Am Tag der Operation

• Termin zum Fädenziehen in 5 bis 7 Tagen vereinbaren
• Nicht selber Auto fahren! Abholen lassen oder das Taxi nehmen
• Mit Kühlpads kühlen! Welcher Druck dabei ausgeübt werden darf, wird dem Patienten in der Praxis gezeigt
• Oberkörper hoch lagern, nicht bücken
• Kein Sport
• Keine Sauna oder Solarium (Infektionsprophylaxe)
• Keine kosmetischen Gesichtsmassagen
• Der Patient darf nach der Operation nicht selber Auto fahren

Die Tage nach der Operation

• In den ersten beiden Tagen nach der Operation sollte auf körperliche Aktivitäten wie das Tragen schwerer Gegenstände, intensives Treppensteigen, plötzliches Bücken usw. unbedingt verzichtet werden. Dadurch soll das Platzen einer Vene und damit einhergehende Nachblutungen vermieden werden
• Intensive Sonnenbestrahlung sowie große Kälte sollten gemieden werden
• Keine Salben oder Schminke auf das Behandlungsareal auftragen bis die Fäden gezogen sind
• Nach einem Tag darf geduscht, nach 6 Tagen wieder gebadet werden. Die Sauna ist nach 2 Wochen, das Solarium nach 6 Wochen wieder erlaubt

Mögliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen nach der Operation

• Leichtes Druckgefühl und Brennen im Behandlungsareal
• Schwellungen und Rötungen im Bereich der Lidregion
• Hämatome (blaue Flecken)
• Empfindliche Augen, Rötung der Bindehaut

Insgesamt stellt die Oberlidstraffung eine effektive und sehr risikoarme Behandlungsmethode dar. Bei präziser chirurgischer Arbeit und sorgfältiger Nachsorge treten Nebenwirkungen nach einer Lidkorrektur sehr selten auf.

Schwellungen und Blutergüsse sind nach der Behandlung normal. Ihr Ausmaß sowie ihre Dauer variieren jedoch im Einzelfall.

Wie bei allen operativen Eingriffen können auch Komplikationen wie Nachblutungen oder Narbenbildungen auftreten, die erfahrungsgemäß aber relativ selten vorkommen. Ebenso selten kommt es zu Infektionen oder Wundheilungsstörungen im Behandlungsareal.

Eine starke, dunkle Schwellung am Oberlid kann auf eine geplatzte Vene hinweisen. In solchen Fällen sollte der behandelnde Arzt kontaktiert werden, um eine entsprechende Therapie bei Bedarf einzuleiten.

Viel häufiger treten Milien (kleine Talgzysten) einige Monate nach der Lidkorrektur im Bereich der Narbe auf. Auch in diesem Fall sollte der behandelnde Arzt kontaktiert werden, der die Milien komplikationslos mit dem Laser entfernen kann. Das behandelte Areal heilt in 2 bis 3 Tagen ab.

Wann sollte eine Wiedervorstellung erfolgen?

• Postoperativer Kontrolltermin am Tag nach der Operation
• Nach 5 bis 7 Tagen Termin zum Fädenziehen
• Nach 14 Tagen weiterer postoperativer Kontrolltermin
• Nach 4 bis 6 Wochen Termin zur abschließenden Kontrolle und Fotodokumentation

Das Ergebnis der Oberlidstraffung

Mit fortschreitendem Heilungsprozess zeigt sich ein straffes, faltenfreies Oberlid. Die geglättete Augenpartie sorgt für eine optische Verjüngung. Strahlende Augen und ein frischer, dynamischer Blick sind das Ergebnis einer gelungenen Oberlidkorrektur.

Neben der Optimierung des Aussehens wirkt sich das natürliche Resultat auch positiv auf das allgemeine Wohlbefinden des Patienten aus. Fazit: Die Oberlidstraffung, ein kleiner und zudem risikoarmer Eingriff mit großer Wirkung.

Oberlidstraffung (Blepharoplastik) - Häufig gestellte Fragen (F.A.Q.)

Tut die Behandlung weh?

Da der Eingriff unter örtlicher Betäubung erfolgt, verspürt der Patient keine Schmerzen. Den Einstich der Betäubungsspritze empfinden die Meisten wie einen Insektenstich. Nach der Operation kann ein leichtes Druckgefühl oder Brennen im Behandlungsareal auftreten.

Wie lange hält der Operationseffekt an?

Wie lange der Operationseffekt anhält, ist individuell verschieden und hängt von vielen Faktoren wie der Hautstruktur, dem Alter, der genetischen Veranlagung sowie den Lebensgewohnheiten ab. Bei den meisten Patienten hält der Effekt über viele Jahre an.

Wann kann ich wieder zur Arbeit?

Am Tag der Operation sollte der Patient auf jeden Fall zuhause bleiben. In den folgenden Tagen gilt es starke körperliche Belastungen zu vermeiden, doch kann leichten Tätigkeiten (PC, Telefon) nachgegangen werden. Sichtbare Blutergüsse dürfen mit Camouflage abgedeckt werden.

Darf ich direkt nach dem Eingriff Sport machen?

Nein, auf keinen Fall. Auf Sport und alle starken körperlichen Anstrengungen sollte in den ersten 2 Wochen nach der Operation unbedingt verzichtet werden. Danach ist Sport wieder problemlos möglich.

Warum sehen manche Menschen so „operiert“ aus? Werde ich auch so aussehen?

Das Operationsergebnis hängt sowohl vom „Geschmack“ des Patienten als auch vom Können bzw. vom Fingerspitzengefühl des behandelnden Arztes ab. Ein natürliches Ergebnis, bei dem die Form und der Ausdruck der Augen erhalten bleiben, hat dabei oberste Priorität.

Ihr Experte

Claudia RothDr. Said HiltonDr. Rodrigo da Mota
4.7 von 5 Sterne (442 Stimmen)
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| Bewertung von jameda